Geschichte / Brauchtum

Meist über die ortsansässigen Vereine Hohenleimbachs und deren vielfältigen Bemühungen wird der Erhalt und die Pflege des Brauchtums in Hohenleimbach und Lederbach betrieben:

Karneval
Der Straßenkarneval wird zumeist bereits am "Schwerdonnerstag" durch den "Zug der Möhnen durch das Dorf" eröffnet. Bei diesem werden - dem jeweils jährlich ausgegebenen Motto angepasst - die Dorfbewohner in ihren Häusern und Wohnungen besucht, um für die Ausrichtung des "Möhnenballs" am Samstag noch die eine oder andere Spende zu erhalten. Auch dem Seniorenheim wird hierbei ein Besuch abgestattet, um deren Einwohner mit einem in Hohenleimbach üblichen, kräftigen "Helau" in die närrische Zeit einzubeziehen.
Durch den Möhnenverein Hohenleimbach wird alljährlich am Samstag vor Rosenmontag die Karnevalsitzung ("Möhnenball") im Saal des Landgasthauses Müller veranstaltet. Die Sitzung spiegelt mit viel Lokalkolorit und Humor die Ereignisse des jeweils vergangenen Jahres wider und wird kurzweilig von weiteren Sketchen und Tanzdarbietungen umrahmt.
Alle zwei Jahre nehmen die Karnevalsjünger Hohenleimbachs und Lederbachs mit einer Fußgruppe oder einem Mottowagen am Karnevalsumzug im nahe gelegenen Kempenich teil. Einen eigenen "Zoch" haben mittlerweile die Einwohner der Ortslage Lederbach etabliert: Am Karnevalssamstag ziehen Lederbacher sowie auch Hohenleimbacher Bürger in bunter Verkleidung ab 14:11 Uhr durch die Straßen der Ortslage um den Karneval mit dem Lederbach eigenen Ruf "Le-Ho" zu feiern.

Kirmes
Die jährliche Kirmes beginnt am Freitagabend des ersten Septemberwochenendes mit dem Schmücken und Aufstellen des Kirmesbaumes. Hierbei wird in Gemeinsamkeit zwischen Feuerwehr und Junggesellenverein sowie vor allem durch die zur Beratung bereitstehenden Honoratioren des Dorfes (Erfahrung) ein, meist über 25 Meter langer Kirmesbaum vor dem Landgasthaus Müller aufgestellt. Am Samstagabend setzt sich die Kirmes dann im Saal des Festwirtes fort. Hierbei stand im Jahre 2009 eine 30köpfige Blaskapelle aus den Niederlanden bereit, um die Veranstaltung musikalisch zu untermalen. Sonntags beginnt der Kirmes-Tag mit dem Besuch des Gottesdienstes in der örtlichen Kapelle und dem sich daran anschließenden Umzug der Festgemeinde unter Anführung des Junggesellenvereines. Am Montag, dem letzten Tag der Hohenleimbacher Kirmes trifft man sich, nach der hl. Messe im Schankraum des Landgasthofes, um die Kirmes bei guter Stimmung und fröhlichem Liedgut ausklingen zu lassen.  Auf dem Platz an der Linde steht während der Kirmes ein Schausteller für die Unterhaltung der Kinder bereit.

Tanzgruppe der Landfrauen
Die Tanzgruppe der Landfrauen Hohenleimbach/Lederbach zeigt zu den verschiedensten Gelegenheiten traditionelle Volkstänze. Über die Grenzen von Hohenleimbach hinaus bekannt, nahmen die Landfrauen dabei schon mehrfach an Veranstaltungen im oberen Brohltal, im Ahrkreis, aber auch - als Repräsentantinnen gelebter Hohenleimbacher Traditionen - an verschiedenen Rheinland-Pfalz-Tagen teil.

Maifeiertag
Mit dem (im Abschnitt Kirmes bereits näher beschriebenen) Prozedere des Aufstellens eines Maibaumes beginnt am Abend vor dem 1. Mai der erste Teil der Feierlichkeiten. Wie in der Region üblich wird im zweiten Teil zunächst durch die Jungs ihren Freundinnen ein geschmückter Maibaum, meist eine Birke, "gestellt" (von auswärtigen Bäumchenstellern wird eine Art Platzgebühr verlangt; sollte einmal eine Dame einen anderen Baum als eine Birke vor ihrem Fenster stehen haben, sollte sie anfangen sich Gedanken zu machen !) bevor es zum dritten Teil, der "Aquisition beweglichen Eigentums der Dorfbewohner" durch die Junggesellen geht.

Mitnichten soll hiermit der Tatbestand des § 242 StGB erfüllt werden, vielmehr leisten die Dorfbewohner gegenüber den Junggesellen eine "vorübergehende Leihgabe" ihres Eigentums, um eben dieses am Morgen des 1. Mai am Maibaum wieder abholen zu können.

Dorffest
Durch die örtliche Freiwillige Feuerwehr wird jährlich, am Samstag vor dem ersten Sonntag im August, das Dorffest am Platz an der Linde ausgerichtet. Schon beinahe sprichwörtliche Bekanntheit erlangt dabei der über dem offenen Buchenfeuer gegrillte Spießbraten, der vor dem grillen mit einer "geheimen Mixtur" aus wohlschmeckenden Kräutern behandelt wird. Ob es am durch den Genuß des Spießbratens entstehenden Durst oder einfach an der guten Stimmung unter den Dorfbewohnern liegt: Im Zelt vor dem "Spritzenhaus" feiert man das Dorffest oftmals bis in die frühen Morgenstunden.

Wanderung am "Tag der unschuldigen Kinder"
Am 28. Dezember eines jeden Jahres trifft sich eine kleine Schar männlicher Dorfbewohner, um mit einer Wanderung durch die nähere Umgebung den "Tag der unschuldigen Kinder" zu begehen. Der als liturgischen Gedenktag gedachte Tag wird hierbei durch die "innere Einkehr und Andacht" der Teilnehmer der Wanderung geehrt.