Sehenswürdigkeiten

Das Quellgebiet der Nette

Zum Ursprung der Nette, die 2008/2009 Flusslandschaft des Jahres war, gibt es zwei Angaben:

Da ist zunächst die amtliche Festlegung des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht in Oppenheim, die sich auf eine preußische Landesaufnahme von 1895 stützt.

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Danach liegt der Urprung der Nette auf einer Höhe von 559 m ü.NN, etwa 1,8 Km nordostwärts von Lederbach, im Eiterbachtal. Maßgeblich für diese Festlegung war, dass seinerzeit überregional bedeutende Flüsse namentlich eindeutig entlang des durchgehend längsten Gewässerverlaufs bis in die Quellregion gekennzeichnet wurde.

Demgegenüber besagt der Volksmund, beruhend auf einer Karte des Landeshauptarchivs Koblenz aus dem Jahr 1826, dass der Zusammenfluss von Leimbach und Lederbach die Nette bildet. Dieser Ort ist etwa 1,4 Km südostwärts von Hohenleimbach, auf einer Höhe von 428m ü.NN gelegen (siehe  Bilder). Diese Meinung wird auch heute noch oft in vielen Schulen der Region so weitergegeben.

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Ungeachtet der beiden vetretenen Standpunkte sind es zwei wunderschöne, romantisch gelegene und zum Verweilen einladende Flecken Erde. Von hier aus schlängelt sich die Nette über 55 Kilometer hinweg durch idyllische Landschaften und wunderschöne Ortschaften, bis sie schließlich bei Weißenthurm in den Rhein mündet.

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Dorfplatz mit Brunnen und Kaiserlinde

Geimeinde_004Der Dorfplatz Hohenleimbachs wird wesentlich durch den mächtigen Lindenbaum dominiert, der seinerzeit  zum Andenken an die Völkerschlacht zu Leipzig gepflanzt wurde. So wurde die Linde über die Jahrhunderte nicht nur Bestandteil des Ortsbildes sondern auch des Hohenleimbacher Gemeindewappens. Neben dem, den Platz beherrschenden, Lindenbaum wird das Augenmerk des Betrachters zudem auf den liebevoll angelegten Platz am Dorfbrunnnen gelenkt. Hier kann sich der Wanderer über die von diesem zentralen Punkt ausgehenden Wanderwege informieren, auf einer bereitstehenden Ruhebank Kräfte sammeln, oder sich im nahe gelegenen Gasthaus stärken. Neben der Linde und dem Dorfplatz befindet sich seitlich dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr ein Spielplatz. Dieser wiederum wurde an der Stelle angelegt, an der sich zwischen 1896 und 1971 das Schulgebäude Hohenleimbachs befand. Eine Steintafel zeigt neben dem Hinweis auf den Grundriss der ehemaligen Schule auch das ehemalige Ortswappen.

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Kapelle zu den heiligen Schutzengeln  in Hohenleimbach

Die Kapelle zu den heiligen Schutzengeln Hohenleimbach wurde im Jahr 1963 erbaut. Der aus dem 18. Jahrhundert stammende dreigeschossige Säulenaltar samt Holzfiguren (Schutzengel, St. Johannes von Nepomuk und Erzengel Michael) sowie die Kreuzwegstationen wurden aus der Vorgängerin übernommen, die im Jahr zuvor abgerissen worden war. Vor dem Eingangsportal befindet sich ein Gedenkstein für die Gefallenen zweier Weltkriege, in den der 25 Psalm eingraviert ist.

Geschichte der Kapelle und ihrer Vorgänger
Seit dem Mittelalter gehörte Hohenleimbach zur Pfarrei Kempenich. Von der Existenz eines Gotteshauses in der westlichsten Ortsgemeinde des Brohltals ist nichts bekannt. Erst in einem Verzeichnis der Pfarreien im Erzbistum Trier kurz vor der französischen Revolution wird ein solches aus dem Jahre 1732 erwähnt.
Es war ein Gebäude aus verputztem Bruchstein mit verschiefertem Westgiebel, einem dreiseitigem Chorschluss und einem östlichen Dachreiter. Das mit einer Holztonne überspannte Innere war etwa zehn Meter lang und 5,50 Meter breit. Zur barocken Ausstattung gehörten neben dem Altar handwerklich ausgeführtes Gestühl und Westempore. Schutzpatronin von Kirche und Ort ist der heilige Nepomuk. Gleichzeitig war die Kirche den heiligen Schutzengeln geweiht.
1923 wurde sie umfassend renoviert und mit einer Tuffsteinrahmung des Portals und des einzigen Fensters versehen. 1960 wurde sie für baufällig erklärt, da sich das schwere Eisenkreuz auf dem Glockentürmchen stark zur Seite geneigt hatte. Im April 1962 wurde der alte Bau, an den heute noch die Bezeichnung Kapellenstraße erinnert, abgerissen und durch einen neuen ersetzt.
Am 16. Juni 1963 erfolgte die Grundsteinlegung durch Dechant Helmes aus Kempenich. In der Folge erhielt Hohenleimbach in einem vom Architekten Peter Böhr (Trier) geplanten Neubau an markanter, das Ortsbild beherrschender Stelle ein geräumiges und würdiges Gotteshaus. Das Grundstück konnte durch einen Tausch erworben werden, zur Finanzierung trugen das Bistum Trier, das Land und die Ortsgemeinde, aber auch viele edle Spender bei.
Am Patronatstag (Schutzengelfest) vollzog Pater Maternus, Subprior der Laacher Mönche, die Zeremonie der Benediktion und feierte auch das Erstopfer vor dem restaurierten Altaraufbau der mit seinen barocken Stilelementen an die Gründerzeit der alten Kapelle erinnert. Es handelt sich um den aus dem 18. Jahrhundert stammenden dreigeschossigen Säulenaltar. In den Nischen der einzelnen Etagen befinden sich folgende Figuren: ein barocker Schutzengel, der ein Kind an der Hand führt, der heilige Nepomuk, eine Madonna und in der Bekrönung der Erzengel Michael mit Schwert und Waage. Sie wurden 2009 aufwendig restauriert.
Die beiden Glocken aus dem Jahre 1964 wurden in Saarburg gegossen. Sie tragen die Inschriften Christus, Engel, führe uns zur Höhe“ und „Heiliger Schutzengel schütze uns“. Die Kreuzwegstationen stammen aus dem Vorgänger-Kirchlein. Bereichert wurde die Ausstattung 1966 durch ein in der Laacher Kunstwerkstätte hergestelltes Altarkreuz. Am Eingangsportal befindet sich seit 1968 ein Gedenkstein für die Gefallenen beider Weltkriege, ein Findling aus der heimischen Region, in den der 25. Psalm eingraviert ist.
In Hohenleimbach wird in der Regel alle zwei Wochen dienstags eine hl. Messe gefeiert. Ansonsten finden Gottesdienste zur Kirmes oder zu Ehejubiläen und Hochzeiten statt. Die von Herbert Bell in dreijähriger Bauzeit geschaffene Krippe, eine orientalische Stadt mit Häusern, Tempel, Toren und Brunnen im Kleinformat und 30 Figuren aus Pappelholz-Rohlingen, ist während der Weihnachtszeit zu bewundern.

(Quelle "Geschichte der Kapelle": H.J. Schneider)

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Wegekreuz oberhalb Hohenleimbachs

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Dorfweiher Lederbach und Gedenkstein der Kapelle zu Lederbach

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